Denkmalpflege

 

Denkmalpflege und -schutz bedeutet, die nicht ersetzbaren natürlichen und kulturellen Ressourcen zu erhalten.

Seit wann gibt es Denkmalpflege?
Antike: Bereits die Römer restaurierten ägyptische Bauwerke aus der Pharaonenzeit. In der Spätantike waren dies die heimischen Tempel.
Renaissance: Die Italiener entdeckten antike Baukultur und bewahrten diese als Baudenkmäler.
1630: Schweden gründet die erste staatliche Denkmalpflege Europas.
1830: Frankreich gründet das „Inspectorat géneral des monuments“.
1985: Die Schweiz gründet die Konferenz der schweizer Denkmalpfleger/innen.

Warum haben wir Denkmäler?
Wir Menschen brauchen Erinnerungen, persönliche und gemeinsame. Sie sind die Grundlagen, aus denen wir unsere Zukunft gestalten. Der Erinnerungsschatz der Menschheit umfasst Bauten und Kunstwerke, aber auch immaterielle Zeugnisse, wie Sprache, Musik und Brauchtum. Sie halten die Erinnerung wach.
Denkmäler sind ein bedeutender Teil dieses geschichtlichen Erbes. Historische Bauten schaffen Vertrautheit. Sie machen unsere Heimat unverwechselbar und vielfältig. Jeder Ort hat seine eigene Geschichte, mit der wir uns identifizieren können.
Das überlieferte Denkmal mit seinen vielschichtigen Zeitspuren kann von jeder Generation neu verstanden und interpretiert werden. Deshalb schützt die Gesellschaft die Denkmäler.

Was sind Denkmäler?
Denkmäler sind gebaute Zeugen vergangener Epochen. Sie berichten vom Leben und Arbeiten der Menschen aller Gesellschaftsschichten, von historischen Ereignissen, künstlerischen Leistungen, sozialen Einrichtungen und technischen Errungenschaften.
gross und klein: Kulturlandschaften mit all ihren baulichen Elementen können ebenso Denkmäler sein wie historische Ortsbilder, Ensembles, Einzelbauten oder Strandbilder. Kleine Bauten wie Käsespeicher oder Trafostationen ebenso wie Schlossanlagen oder Rathäuser.
jung und alt: Der moderne Denkmalbegriff umfasst Bauten unterschiedlichen Alters. Eine Autobahnraststätte des 20. Jahrhunderts kann ebenso als Denkmal gelten wie ein barockes Landhaus oder ein antiker Tempel.
kirchlich und weltlich: Denkmäler umfassen kirchliche und weltliche Bauten, ländliche und städtische Architektur. Kathedralen, Kirche und Kapellen können ebenso Denkmäler sein wie Villen, Bauernhäuser und Badeanstalten.

Wie kann man schützenswerte Bauten sanieren?
Die Hauptaufgabe bei der Sanierung schützenswerter Bauten besteht beim Erhalten-Pflegen-Beraten. Für eine Umnutzung der Bauten ist es wesentlich die Eigenheit der Bauten zu erkennen. Eine geeignete Nutzung ist ein Garant für eine langfristige Erhaltung. Um dies zu realisieren braucht es eine Beratung in Projektierung und Bauausführung, sowie finanzielle Finanzhilfe durch die Denkmalpflege. Bund, Kanton, Gemeinde stellen Bauten unter Schutz.

Historische Bauten – Intelligent gebaut mit einer ganzheitlichen Betrachtung und den daraus abgeleiteten Massnahmen kann die Energieeffizienz ohne wesentliche Beeinträchtigung der historischen Substanz erheblich verbessert werden.

  • Der sorgsame Umgang mit Baudenkmälern ist seit Generationen ein Anliegen der Gesellschaft. Diese sind als nicht ersetzbare materielle Zeugnisse unserer Vergangenheit in ihrer historischen Substanz und in ihrer Erscheinung möglichst unverändert zu erhalten.
  • Unser architektonisch/ökologisches Ziel ist es, die Eigenart des Gebäudes zu erhalten unter Verwendung von natürlichen Baustoffen durch "Bau-Hand-Werker".
  • Unser energetisches Ziel ist es, den Energieverbrauch zu reduzieren und den Restbedarf mit erneuerbaren Energien zu decken.

 

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Kantonale Denkmalpflege Zürich